Cyber­se­cu­ri­ty und Fach­kräf­te­man­gel im Fokus in Dachau

Digi­ta­le Sicher­heit ist längst kein Thema mehr, das aus­schließ­lich große Kon­zer­ne betrifft. Auch klei­ne und mit­tel­stän­di­sche Unter­neh­men sowie Start-ups ste­hen zuneh­mend vor der Her­aus­for­de­rung, ihre Sys­te­me, Daten und digi­ta­len Pro­zes­se bes­ser zu schützen.

Diese Fra­gen stan­den auch im Mit­tel­punkt einer Ver­an­stal­tung im Gründ­werk Dach­au, bei der sich rund 40 Teil­neh­men­de zu einem offe­nen Aus­tausch über Cyber­se­cu­ri­ty, reale Angriffs­sze­na­ri­en und den soge­nann­ten digi­ta­len Unter­grund trafen.

Ein­bli­cke in Cyber­an­grif­fe und Sicherheitsrisiken

Im Mit­tel­punkt des Abends stand ein Vor­trag von Peter Kest­ner, CEO von dc pre­to­ri­an. Dabei ging es unter ande­rem um unter­schied­li­che Hacker-Typen, ver­brei­te­te Vor­ur­tei­le über Hacker sowie inter­ne und exter­ne Bedro­hun­gen für Unter­neh­men und Organisationen.

Viele Men­schen ver­bin­den Cyber­an­grif­fe vor allem mit kom­ple­xer Tech­nik oder spek­ta­ku­lä­ren Angrif­fen aus Fil­men. In der Rea­li­tät ent­ste­hen Sicher­heits­ri­si­ken jedoch häu­fig durch ver­gleichs­wei­se ein­fa­che Schwach­stel­len – etwa durch unkla­re Pro­zes­se, man­geln­des Bewusst­sein oder Feh­ler im täg­li­chen Umgang mit digi­ta­len Systemen.

Der Vor­trag mach­te deut­lich, dass Cyber­se­cu­ri­ty nicht nur eine tech­ni­sche Her­aus­for­de­rung ist, son­dern auch ein orga­ni­sa­to­ri­sches und stra­te­gi­sches Thema.

Fach­kräf­te­man­gel als struk­tu­rel­le Herausforderung

Neben den tech­ni­schen Aspek­ten wurde im Rah­men der Dis­kus­si­on auch ein struk­tu­rel­les Pro­blem deut­lich: der zuneh­men­de Fach­kräf­te­man­gel im IT-Bereich. Viele Unter­neh­men ste­hen heute nicht nur vor der Auf­ga­be, ihre digi­ta­le Infra­struk­tur zu schüt­zen, son­dern auch vor der Her­aus­for­de­rung, genü­gend qua­li­fi­zier­te Spe­zia­lis­ten zu finden.

Laut Bit­kom feh­len in Deutsch­land 109 000 IT-Fach­kräf­te – mit Fami­li­en ent­spricht das der Größe einer Stadt wie Augsburg“”

Davi­de Cri­scio­ne, CEO| DC Ser­vices GmbH

Der Fach­kräf­te­man­gel hat direk­te Aus­wir­kun­gen auf viele Unter­neh­men. Sicher­heits­kon­zep­te, Infra­struk­tur­pro­jek­te und digi­ta­le Trans­for­ma­ti­on las­sen sich häu­fig nur schwer umset­zen, wenn qua­li­fi­zier­te Fach­kräf­te fehlen.

Gera­de des­halb gewin­nen alter­na­ti­ve Model­le der Zusam­men­ar­beit zuneh­mend an Bedeu­tung. Viele Unter­neh­men begin­nen, stär­ker über inter­na­tio­na­le Teams, Near­sho­ring-Model­le oder fle­xi­ble Part­ner­schaf­ten nach­zu­den­ken, um Zugang zu spe­zia­li­sier­ten Fach­kräf­ten zu erhalten.

Digi­ta­le Platt­for­men und neue Arbeitsmodelle

dc near­sho­ring und dc pre­to­ri­an ver­fol­gen in die­sem Zusam­men­hang einen platt­form­ba­sier­ten Ansatz. Über eine digi­ta­le Platt­form wer­den IT-Unter­neh­men mit hoch­spe­zia­li­sier­ten Fach­kräf­ten aus ver­schie­de­nen Län­dern der Euro­päi­schen Union vernetzt.

Unse­re Firma funk­tio­niert wie Uber – eine schlan­ke Platt­form, die unter­schied­li­che Akteu­re zusammenbringt.“

Frank Bin­dig, CEO | dc nearshoring

Im Zusam­men­hang mit Cyber­se­cu­ri­ty spielt auch die Frage der digi­ta­len Sou­ve­rä­ni­tät eine zuneh­mend grö­ße­re Rolle. Unter­neh­men beschäf­ti­gen sich zuneh­mend damit, wie ihre Daten gespei­chert wer­den und von wel­chen Tech­no­lo­gien sie abhän­gig sind.

Gera­de klei­ne­re und mit­tel­stän­di­sche Unter­neh­men prü­fen zuneh­mend Alter­na­ti­ven zu inter­na­tio­na­len Cloud-Anbie­tern und set­zen teil­wei­se auf inter­ne oder stär­ker kon­trol­lier­te Infrastrukturen.

Aus­tausch im Gründ­werk Dachau

Der Abend im Gründ­werk Dach­au zeig­te deut­lich, wie groß das Inter­es­se an ver­ständ­li­chen Ein­bli­cken in Cyber­se­cu­ri­ty ist – sowohl bei Unter­neh­men als auch bei Privatpersonen.

Der offe­ne Aus­tausch mit den Teil­neh­men­den führ­te zu zahl­rei­chen Fra­gen und Dis­kus­sio­nen über digi­ta­le Risi­ken, Sicher­heits­stra­te­gien und prak­ti­sche Maß­nah­men im Alltag.

Bericht in der Süd­deut­schen Zeitung

Auch die Süd­deut­sche Zei­tung war vor Ort und hat über die Ver­an­stal­tung berichtet.

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